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TÄTER - EIN VERSUCH ÜBER SCHULD (2009) |
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Am 24. Juni 1942 verlassen 500 männer den bahnhof sternschanze in richtung osten. sie sind angehörige des polizeibataillons 101 und werden an diesem tag in den südlichen teil des distriktes lublin verlegt. aufgewachsen im kaiserreich und der weimarer republik zählen sie nicht zu den überzeugten nationalsozialisten. sie sind familienväter mittleren alters, arbeiter, beamte, angestellte und haben keine erfahrung mit waffen. innerhalb eines jahres erschießen sie ca. 50.000 polnische juden. es ist ihnen möglich, sich der aufgabe zu entziehen. sie tun es freiwillig. ausgehend von verhörprotokollen aus den 60er jahren, sowie soziologischen studien über gruppendynamik und täterschaft im dritten reich widmet sich "täter" der frage der schuld - wie kann es möglich sein, dass aus "ganz normalen männern" massenmördern werden? es suchen bastian dulisch, julius feldmeier, benedikt greiner, gernot grünewald und sebastian moske. das projekt hatte seine premiere beim finale der theaterakademie im schauspielhaus hamburg und wurde auch in der Fleetstreet hamburg aufgeführt.
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